12.04.2021 | Druckansicht
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Testphase

Analysephase Konzeptionsphase Entwicklungsphase Testphase

Da die Produktentwicklung im Rahmen eines nutzerzentrierten Ansatzes iterativ erfolgt ist keine klare Trennung zwischen Entwicklung- und Testphase möglich. Vielmehr werden beide Phasen zyklisch mehrfach durchlaufen. Auf jeden Entwurf folgt ein Test. Dieser dient der Überprüfung der entwickelten Prototypen aus Anwendersicht. Hierfür können grundsätzlich sowohl Expertenorientierte (analytische) als auch Benutzerorientierte (empirische) Methoden genutzt werden. Je näher die Fertigstellung bzw. die Markteinführung eines Produktes kommt, desto wichtiger sind allerdings Tests mit echten bzw. potentiellen Endanwendern. Denn mittels Expertenorientierten Verfahren können lediglich Annahmen über das Benutzerverhalten gemacht werden, während empirische Methoden reales Benutzerverhalten untersuchen.

Untenstehend finden Sie für die Analysephase geeignete Ansätze und Hilfsmittel. Evaluationsmethoden. Klicken Sie auf eine Kategorie, um die zugehörigen Informationen anzuzeigen.

Befragungen

(Online) Focus Groups

Bei Fokusgruppen-Interviews handelt es sich um strukturierte Diskussionen zu vorgegebenen Themen, die von einem geschulten Moderator geleitet und dokumentiert werden. Mit Hilfe der Fokusgruppen-Interviews können Daten über die Einstellung zu und die Akzeptanz gegenüber einem Produkt gesammelt werden.

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Fragebögen

AttrakDiff

Mit Hilfe des AttrakDiff-Fragebogens kann ein beliebiges Produkt durch Anwender, Kunden etc. anonym beurteilt werden. Aus den Daten dieser Beurteilungen lässt sich ermitteln, wie attraktiv das getestete Produkt im Hinblick auf Bedienbarkeit und Aussehen empfunden wird und ob Optimierungsbedarf besteht. Mittels des Fragebogens kann sowohl die pragmatische als auch die hedonische Qualität eines Produktes überprüft werden.

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ISONorm 110

Der Fragebogen ISONorm 110 bietet für die sieben Gestaltungsgrundsätze der DIN EN ISO Norm 9241-110 (z.B. Selbstbeschreibungsfähigkeit, Steuerbarkeit, Erwartungskonformität) jeweils fünf Fragen. Jede der Fragen besteht aus einer positiven und negativen Aussage, die mit Hilfe einer Skala mit sieben Stufen von sehr negativ (---) über unentschieden (-/+) bis sehr positiv (+++) bewertet wird. Der Fragebogen ist in zwei Varianten einsetzbar (Kurzversion - ausschliesslich numerische Bewertung, Langversion - zusätzliche Freitextfelder).

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ISOMetrics

Der ISOMetrics-Fragebogen ist ein Verfahren zur Evaluation von Software und basiert ebenfalls auf der Norm DIN EN ISO 9241-110. Der ISOMetrics-Fragebogen besteht aus insgesamt 75 Fragen, die mit einer fünfstufigen Ratingskala bewertet werden. Er existiert in zwei unterschiedlichen Varianten. Die Kurzversion verwendet ausschliesslich eine numerische Bewertungsskala während die Langversion pro Frage jeweils ein Freitextfeld für die Darstellung konkreter Beispiele, Schwächen, etc. sowie eine zusätzliche Ratingskala zur Bewertung der Relevanz einer Frage einthält.

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Spezifische Evaluationsmethoden

Eye Tracking

Eye Tracking ist ein Verfahren, bei dem der Blickverlauf einer Testperson beim Betrachten eines Bildes registriert und aufgezeichnet wird. Dabei werden sowohl die Bewegung des Auges über eine Bildfläche, als auch die Dauer der Fixierung bestimmter Punkte aufgezeichnet. Es wird also gemessen, in welcher Reihenfolge, wann und wie lange jemand bestimmte Bereiche einer Webseite betrachtet.

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Heuristische Evaluation

Im Rahmen einer heuristischen Evaluation überprüft eine Reihe von Experten, inwiefern das User Interface eines Produktes mit bestimmten anerkannten Prinzipien des Usability-Engineerings übereinstimmt. Dabei handelt es sich um Richtlinien für die anwenderfreundliche Gestaltung von Benutzungsschnittstellen, die auf Basis empirischer Erkenntnisse entwickelt wurden.

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Remote Usability-Test

Ein Remote Usability Test unterscheidet sich von herkömmlichen Usability Tests darin, dass Testleiter und Testteilnehmer räumlich und/oder zeitlich voneinander getrennt sind. Die Aufgaben werden mittels eines Online-Tools bereit gestellt, welches auch die Interaktion der Nutzer bzw. deren Kommentare protokolliert.

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Usability-Test

Im Rahmen von Usability-Tests bearbeiten Testpersonen mit dem zu untersuchenden Produkt realistische Aufgaben, wobei sie von Usability-Experten beobachtet werden. Aus den Beobachtungen bzw. den Aussagen der Testteilnehmer können Rückschlüsse auf Schwachstellen und Problembereiche des untersuchten Produktes gewonnen werden.

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Walkthrough-Verfahren

Cognitive Walkthrough

Ein interaktives Produkt wird hinsichtlich seiner Erlernbarkeit untersucht. Im Vordergrund steht dabei das Bestreben Produkte zu entwickeln, deren Bedienung von den Anwendern durch ausprobieren ("trial and error") intuitiv erlernbar ist.

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