12.08.2020 | Druckansicht
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Grundlagen der Usability

 

Usability ist „das Ausmaß, in dem ein Produkt von einem bestimmten Benutzer verwendet werden kann, um bestimmte Ziele in einem bestimmten Kontext effektiv, effizient und zufrieden stellend zu erreichen" [ISO 9241-11, 1998].

Nach dieser Definition der ISO bezieht sich Usability auf die Benutzbarkeit aller möglichen Produkte. Dies können sowohl Hardware-Systeme, als auch Software und Webseiten, sowie Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens sein [Schweibenz & Thissen 2003].

Gemäss Nielsen (1993) beinhaltet der Begriff der Usability die Bestandteile „acceptability“, „usefulness“ und „utility“ (Leistungsumfang eines Systems). Iin diesem Zusammenhang sind die Erlernbarkeit, die Effizienz, der Wiedererkennungswert, die Fehlerrate und die Befriedigung der Nutzerbedürfnisse von besonderer Bedeutung.

Usability ist daher in keiner Form ein rein technisches Thema. Die Norm ISO 9241-110 weist zudem auf den starken Zusammenhang zwischen der Usability eines Systems und den jeweiligen Benutzern hin. Dieser Bezug stellt einen der Kernpunkte des Usability Engineering (kurz UE) dar, denn gemäß Dumas und Redish sind es im Endeffekt die Benutzer, die über die Usability eines Produktes entscheiden:

„A product itself has no value, it has value only insofar as it is used. Use implies users” [Dumas & Redish 1999].

Deshalb ist es wichtig, bei der Gestaltung von Bedienungsschnittstellen stets die jeweiligen Benutzer und deren Charakteristika zu berücksichtigen.

Der Usability Engineering Lifecycle beschreibt, wie die Benutzerfreunlichkeit eines Produktes über alle Entwicklungsphasen hinweg sichergestellt werden kann. 

Weiterführende Literatur:

  • Sarodnick, F. und Brau, H. (2006). Methoden der Usability Evaluation: Wissenschaftliche Grundlagen und praktische Anwendung. Bern: Hans Huber.
  • Dumas, J. und Redish, J. (1999). A Practical Guide to Usability Testing. Exeter: Intellect Books.
  • Nielsen, J. (1993). Usability Engineering. San Diego: Academic Press.