19.12.2018 | Druckansicht
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Usability in Bibliotheken

Mit der Verbreitung des Internets,  der zunehmenden Digitalisierung von Wissen und der Entwicklung neuer Technologien (z.B. e-Book-Reader, AJAX, Apps) hat sich das Umfeld, in dem Bibliotheken agieren, und somit auch ihre Rolle als Informationsanbieter stark verändert. Für Bibliotheken gilt es, sich diesen neuen Gegebenheiten anzupassen, um langfristig erfolgreich bestehen zu können. So überrascht es nicht, dass der Branchenverband IFLA (International Federation of Library Associations and Institutions) in seiner strategischen Planung Bibliotheken und Informationsdienstleister dazu aufruft, gemeinsam mit Partnern und Anwendern daran zu arbeiten, die Potentiale digitaler Technologien noch besser auszuschöpfen, um Nutzern einen nahtlosen und offenen Zugang zu Kulturgütern und Informationsressourcen zu ermöglichen (IFLA 2010, 2).

Die Bereitschaft hierzu ist zweifelsohne vorhanden, aber dennoch fehlt es an konkreten Anleitungen und Wegweisern, was wie umgesetzt werden muss, um die geforderte Gebrauchstauglichkeit (Usability) und somit auch den Mehrwert der neu entwickelten Angebote sicherzustellen. Herkömmliche Usability-Richtlinien sind in der Regel sehr allgemein gehalten und liefern somit an dieser Stelle auch keine weiterführende Hilfestellung.

Aus diesem Grund wurde vom CHeval-Team im Rahmen des Opens external link in new windowProjektes ElibEval (einem Teil der Kooperations- und Innovationsinitiative Opens external link in new window"Elektronische Bibliothek Schweiz - e-lib.ch") ein spezifisch auf Online-Bibliotheksangebote zugeschnittener Leitfaden BibEval entwickelt. Dieser kann sowohl bei der Konzeption als auch bei der Evaluation entsprechender Angebote zu Rate gezogen werden kann. 

Genutzt werden kann dieser Leitfaden in zwei Varianten. Zum einen ist die Nutzung von BibEval ohne eine Registrierung bzw. ein Benutzerkonto möglich. In diesem Fall können allerdings individuell zusammengestellte Kriterienkataloge nicht in der Webanwendung gespeichert werden. Auch können in diesem Fall bei Evaluationen über die Webanwendung keine Zwischenstände gespeichert werden. Diese Variante eignet sich daher eher für kleine Evaluationen mit nur einem Gutachter sowie wenigen Evaluationskriterien.

Für umfangreichere Projekte empfiehlt sich das Anlegen eines Benutzerkontos. In diesem Fall steht Ihnen für die Verwendung von BibEval eine Projektverwaltung zur Verfügung, welche die Durchführung von Evaluationen in Teams sowie die Speicherung von Zwischenständen Ihrer Evaluationsvorhaben in der Webanwendung unterstützt.