05.02.2012 | Druckansicht
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Inspektionsmethoden

Bei Inspektionsmethoden handelt es sich um nicht-empirische Verfahren, bei denen Experten versuchen potentielle Usability-Probleme eines Produktes zu ermitteln. Damit ist ihr Einsatzgebiet schwerpunktmässig im Gebiet der formativen Evaluation angesiedelt [Sarodnick & Brau 2006].

 

Zur Aufdeckung von Usability-Problemen werden die Eigenschaften eines Produktes untersucht, welche die Effizienz, die Effektivität oder die Zufriedenheit der Anwender bei der Nutzung des Produktes gefährden könnten. Abhängig von der konkret gewählten Methode, können mit der Untersuchung neben der Aufdeckung von Usability-Problemen auch noch weitere Zielsetzungen verfolgt werden (z.B. die Einhaltung bestimmter Standards).

 

Grundsätzlich können Inspektionsmethoden in jedem Stadium der Produktentwicklung angewandt werden. Allerdings ist in frühen Phasen in denen erst skizzenhafte Entwürfe vorliegen auch mit eingeschränkten Ergebnissen zu rechnen. Empfehlenswert ist der Einsatz dieser Methoden daher eher, wenn bereits funktionsfähige Prototypen eines Systems existieren [Stoessel 2002].

 

Verwendete Literatur

  • Sarodnick, F. und Brau, H. (2006). Methoden der Usability Evaluation: Wissenschaftliche Grundlagen und praktische Anwendung. Bern: Hans Huber.
  • Stoessel, S. (2002). Methoden des Testings im Usability Engineering. In: Beyer, M. und von Gizycki, V. (Hrsg.). Usability – Nutzerfreundliches Web-Design, S. 75-96. Springer: Berlin.

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