09.02.2010 | Druckansicht
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Card Sorting

Das Card Sorting ist ein relativ einfach anwendbares Verfahren, dass zur Beschreibung von Arbeitsabläufen bzw. Workflows oder auch zur Entwicklung von Navigationsstrukturen und Menus genutzt werden kann. In diesem Zusammenhang kann ein Card Sorting dazu beitragen, die Wahrnehmung und Erwartungen der Nutzer bezüglich den vom User Interface verwendeten Begriffe zu verstehen. Die Methode eignet sich insbesondere um Denkmuster von Nutzern zu visualisieren und Informationsinfrastrukturen zu entwickeln. Darüber hinaus können mit einem Card Sorting die begrifflichen Aspekte eines User Interface optimiert werden [Kempken & Heinsen 2003].

 

Indem man analysiert wie die Benutzer Informationen gruppieren würden, können Strukturen entwickelt werden, die dem kognitiven Modell der Nutzer entsprechen. Dadurch soll bspw. das einfache Auffinden gewünschter Informationen sichergestellt werden. Zu diesem Zweck werden den Testpersonen mit Begriffen beschriftete Karten präsentiert, welche sie aufgrund der wahrgenommenen Zusammenhänge in Gruppen einteilen sollen [Manhartsberger & Musil 2001].

Zur Abbildung von Workflows können den Nutzern leere Kärtchen vorgelegt werden, die sie mit ihren Aufgaben bzw. Tätigkeiten beschriften sollen. Dabei muss es sich nicht um einen realen Ablauf handeln, sondern es ist auch eine Beschreibung möglich wie ein Arbeitsablauf idealerweise gestaltet sein sollte.

 

Verwendete Literatur

  • Kempken, A. und Heinsen, S. (2003). Usability für mobile Anwendungen. In: Heinsen, S. und Vogt, P. (Hrsg.). Usability praktisch umsetzen, S. 250-267. München: Hanser.
  • Manhartsberger, M. und Musil, S. (2002). Web Usability – Das Prinzip des Vertrauens. Bonn: Galileo Press.

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